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Retter von der SONNE

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30 Jahre Seenotrettung mit FS SONNE

Im Sommer 1988 rettete das Forschungsschiff SONNE bei wissenschaftlichen Arbeiten im Südchinesischen Meer 159 vietnamesische Flüchtlinge aus Seenot. Nun trafen sich Retter und Gerettete wieder. Eine Reportage über die Seenotrettung und das Wiedersehen nach 30 Jahren.

Die SONNE ist ein Hightech-Schiff der deutschen Forschungsflotte. Eigner der Forschungsschiffe ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

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...genannt Nhu, wurde vor 30 Jahren aus dem Südchinesischen Meer gerettet. Mittlerweile lebt sie in der Nähe von Frankfurt und arbeitet als Lehrerin an einer Gesamtschule in Raunheim.

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...wurde als Kapitän des Forschungsschiffs SONNE zum Lebensretter von 159 vietnamesischen Boatpeople.

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Verzweifelt ob des repressiven kommunistischen Regimes flohen viele Vietnamesen in den 1970er und 1980er Jahren auf das Südchinesische Meer, sogenannte Boatpeople. So auch 159 Frauen, Männer und Kinder, die am 19. August 1988 um 3 Uhr nachts in der vietnamesischen Küstenstadt Nha Trang mit einem kleinen Holzboot in See stachen, um sich und ihren Familien eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Doch schon bald gingen Treibstoff, Wasser und Nahrung zur Neige.

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Eines der Kinder auf dem kleinen Holzboot war Nhu. Als sie mit ihrer Familie floh, war sie sechs Jahre alt und konnte noch nicht schwimmen.

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Nach dem Vietnamkrieg, der 1975 mit dem Fall Saigons endete, flüchteten über 1,6 Millionen Menschen über das Südchinesische Meer aus Vietnam. Fast 250.000 Boatpeople kamen auf der gefährlichen Flucht ums Leben.

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Den Hunger und Durst, den sie drei Tage lang auf dem kleinen Holzboot erlitten hat, wird Nhu nie vergessen.

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Zeitgleich mit dem vietnamesischen Holzboot war auch das deutsche Forschungsschiff SONNE auf dem Südchinesischen Meer unterwegs, allerdings mit einer ganz anderen Mission: Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich und China untersuchten die geologische Geschichte des Südchinesischen Meeres.

Vor etwa 30 Millionen Jahren entstand vor dem chinesischen Festland ein schmales Ozeanbecken, das sich im Laufe der Zeit zum heutigen Südchinesischen Meer ausdehnte. Wir wollten herausfinden, ob  in den mächtigen Ablagerungen vor dem chinesischen Kontinentalrand Erdölvorkommen zu vermuten sind  und ob sich im Zentrum des Meeres immer noch neuer Ozeanboden an aktiven submarinen Vulkane bildet.

(Fahrtleiter Dr. Hermann Kudraß über die wissenschaftliche Fragestellung der Fahrt)

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Kaum eine Reise wird akribischer vorbereitet als eine Expedition mit einem Forschungsschiff, denn die erhobenen Forschungsdaten sind für die Wissenschaft unsagbar wertvoll. Gerade einmal neun Tage waren die Forscher der Expedition SO58 unterwegs, bevor unvorhergesehene Ereignisse die Planung durcheinanderwirbelten...

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Sobald die SONNE in Sicht ist, lassen die Vietnamesen einen Bambuskorb zu Wasser, der ihnen als Beiboot dient. Darin rudert eine Vorhut auf das große Schiff zu. Die ganze Zeit lang muss eine Person Wasser schöpfen, damit der Korb nicht untergeht:

Der wissenschaftliche Fahrtleiter, Herr Dr. Kudrass, und der Kapitän beraten die nächsten Schritte. Zur gleichen Zeit verläßt ein kleines "Beiboot" (ein etwas größerer geflochtener Bambuskorb) mit vier Personen das voll besetzte Fischerboot und wird auf "Sonne" zugerudert.

(aus dem Kapitänsbericht der SO58)

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Um 13.10 Uhr liegt das "Beiboot" längsseits an Stb.-Seite unter der Lotsentreppe. Ein Vertreter wird an Bord gebeten. Die vier Personen machen einen sehr erschöpften Eindruck. Der Sprecher der Leute, Herr VU, Ngoc Van, geb. am 5.4.54 in Hanoi, gibt folgenden Lagebericht:

Das Boot sei mit ca. 150 Flüchtlingen am 19.8.88 um 3.00 Uhr Ortszeit von der Küste nahe Nha Trang auf die Reise gegangen. Es sei kaum noch Trinkwasserk, Proviant und kein Treibstoff für den Bootsmotor mehr vorhanden. Die Leute wären alle sehr durstig und entkräftet. Unter den 150 Menschen befänden sich ca. 35 Frauen, 70 Kinder/Jugendliche und 45 Männer.

Das Boot hätte keinen Kompaß und man hat die Orientierung völlig verloren. Das Ziel wären die Philippinen. Alle Personen an Bord wären Flüchtlinge, die dem Regime entkommen wollten. Zwei Frauen an Bord seien krank und zwei Frauen im 7. Monat schwanger.

Die Entfernung nach Manila vom Standort der "Sonne" zu diesem Zeitpunkt beträgt ca. 420 sm.

Um 13.35 Uhr kommt das Fischerboot mit den Flüchtlingen an Stb.-Seite längsseits FS "Sonne" und wird unter der Lotsenleiter festgemacht. Das Boot ist ca. 18 m lang und 6 m breit. Es besitzt drei kleine Luken unter Deck, ein kleines Ruderhaus befindet sich achtern. Die Flüchtlinge sind an Deck und unter Deck auf engstem Raum untergebracht.

(aus dem Kapitänsbericht der SO58)

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Um 13.40 Uhr beginnt in kontrollierter, ruhiger und vorsichtiger Weise die Übernahme der Flüchtlinge. Frauen und Kinder werden zuerst an Bord genommen. Der Schiffsarzt Dr. Schmidtmann kümmert sich sofort um die neu an Bord kommenden Flüchtlinge. Die zwei völlig entkräfteten Frauen, eine davon bewußtlos, werden sofort im Schiffshospital versorgt und bekommen Infusionslösungen am Tropf verabreicht.

(aus dem Kapitänsbericht der SO58)

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Die Küche sorgt für warme Teegetränke, die Stewards besorgen überzählige Decken. Die Unterbringung der Flüchtlinge erfolgt sofort im Gang des II. Decks achtern sowie für die Frauen und Kinder in den Laboren, Meßraum, Gravimetrie- und Chemie-Naßlabor.

(aus dem Kapitänsbericht der SO58)

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Die Frage, ob sie die Vietnamesen in Seenot retten würden, stellte sich für den langjährigen Kapitän des Forschungsschiffs SONNE, Martin Kull, nicht.

Nach dem internationalem Seerechts-Übereinkommen von 1974 und nach seemännischer Tradition ist jedes Schiff auf hoher See dazu verpflichtet, Menschen in Seenot unverzüglich Hilfe zu leisten.

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Sobald alle Vietnamesen sicher an Deck der SONNE geholt waren, fuhren zwei Matrosen mit dem Rettungsboot der SONNE zum Holzboot der Vietnamesen und öffneten die Ventile. "Damit es kein Hindernis auf dieser Hauptschifffahrtsroute wurde", erklärt Fahrtleiter Dr. Hermann Kudraß.

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Von einem Moment auf den nächsten war klar, dass der ausgeklügelte Forschungsplan nicht mehr eingehalten werden würde. Fahrtleiter Kudraß findet: "Wissenschaftlich war das schade, aber emotional sehr ergreifend."

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Die bei Forscherinnen und Forschern beliebten Mitbringsel der deutschen Forschungsflotte kamen auf der Fahrt besonders gelegen. "T-Shirts und Zahnbürsten aus der Kantine waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft", erzählt der Wissenschaftler Kudraß. "Besatzung und Wissenschaftler haben den Flüchtlingen alles gegeben, was es an Bord gab. Diese Hilfsbereitschaft war schon toll."

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An Bord genießen die Vietnamesen das reichhaltige Essen. Glücklicherweise sind Forschungsschiffe auf Notfälle vorbereitet, weshalb die Vorräte für alle reichen.

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Erinnern Sie sich noch an den ersten Apfel, den Sie in ihrem Leben gegessen haben? Nhu schon.

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Bevor die SONNE die Vietnamesen aufgriff, war sie erst neun Tage auf See gewesen, dementsprechend waren die Vorratskammern noch gut gefüllt.

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Die heutige Lehrerin Quynh Nhu Duong ist auf dem Bild ganz rechts an den Container gelehnt als 6-Jährige zu sehen.

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Die deutsche Botschaft in Manila und das UN-Flüchtlingshilfswerk werden kontaktiert. Nach dem ersten Kontakt mit den philippinischen Behörden nimmt das Schiff Kurs auf die Philippinen.

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Fahrtleiter Kudraß erinnert sich 30 Jahre nach Fahrt an eine Anekdote von damals: "Eine junge Vietnamesin wollte nicht wie die anderen nach Kanada, USA oder Deutschland, sondern nach Frankreich und zwar nach Brest." Dafür habe sich einer der französischen Wissenschaftler, Guy Pautot, sehr interessiert, kam er doch aus Brest. Es stellte sich heraus, dass die Frau zu ihrer Schwester wollte, erzählt Kudraß weiter, "die in Brest ausgerechnet das Lieblingsrestaurant von Guy Pautot betrieb!"

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Die Geretteten versammeln sich für das Gruppenbild an Deck der SONNE.

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Der Geoforscher Helmut Beiersdorf trägt den jüngsten Passagier auf dem Arm. Beiersdorf habe damals "mit ruhiger Hand und langer Voraussicht alle Personalien der Geretteten aufgenommen", erinnert sich Fahrtleiter Kudraß.

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Nachdem die Personalien aller Geretteten fein säuberlich erfasst und an die Behörden in Manila geschickt wurden, notiert Kapitän Kull in sein Logbuch:

"Von der Agentur aus Manila trifft die Telexnachricht ein, daß alle Stellen informiert sind und die philippinischen Behörden jetzt auf die Garantieerklärung der Bundesregierung warten."

Kapitän Martin Kull möchte die Zukunft der Flüchtlinge auf keinen Fall einem ungewissen Schicksal überlassen. Daher telefoniert er mit der deutschen Botschaft in Manila. Der Kanzler der Botschaft teilt ihm mit, dass die Garantieerklärung der Bundesregierung zur Aufnahme der Flüchtlinge vorliegt.

Am 23. August 1988 erreicht die SONNE Manila. Kapitän Kull hält im Kapitänsbericht fest:

"Am 23.8.88 wird um 7.48 Uhr auf dem Quarantäne-Ankerplatz der Anker geworfen. Die Quarantäne-Behörde kommt um 7.50 Uhr an Bord und verläßt um 8.10 Uhr das Schiff. Die Immigrations-Behörde und der Zoll erscheinen um 8.30 Uhr an Bord. Um 9.20 Uhr telefoniert der Kapitän nochmals mit der deutschen Botschaft Manila und erhält die Auskunft, daß alles zur Ausschiffung der Flüchtlinge vorbereitet ist.

Um 9.22 Uhr wird der Anker gehievt, das Schiff verholt an den Liegeplatz Pier 15/Platz 4 in den Hafen von Manila. Um 10.30 Uhr liegt das Schiff gut und sicher mit Bb.-Seite am Liegeplatz fest.

Um 10.45 Uhr stellt sich Frau Isidra p. Enriquez vom Intergovernmental Committee for Migration beim Kapitän vor, um die Flüchtlinge von Bord zu holen. Der Kapitän bittet um Vorlage der offiziellen Note, bevor das Ausschiffen beginnt.

Um 15.00 Uhr triftt Dr. Duckwitz, Kanzler der deutschen Botschaft Manila, an Bord ein. Die offizielle Note liegt vor. Um 16.00 Uhr kommt Frau I. P. Enriquez vom ICM an Bord, drei große Busse stehen am Pier klar. Die Flüchtlinge werden gruppenweise gezählt und besteigen von 16.10 bis 17.10 Uhr die Busse. Es verlassen 159 Personen das Schiff."

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zu Deutsch: Auf Wiedersehen!

Nach drei Tagen an Bord geht die prägende gemeinsame Zeit auf der SONNE zu Ende und die vietnamesischen Flüchtlinge in Manila von Bord.

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In der philippinischen Hauptstadt verabschieden sich Wissenschaftler und Besatzung von den Geretteten, die in Bussen in Flüchtlingslager gebracht werden.

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Nhu erzählt, wie es für die Vietnamesen von der SONNE weiterging.

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Nachdem die SONNE die geretteten Vietnamesen in Manila verabschiedet hatte, mussten sie ein Jahr in Flüchtlingslagern auf den Philippinen auf ihre Ausreise nach Deutschland warten.

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Als sie nach Deutschland kam, war Nhu sieben Jahre alt und wurde direkt in die erste Klasse einer Grundschule eingeschult. Für viele ihrer Mitschüler war sie das erste asiatische Mädchen, das diese in ihrem Leben gesehen hatten. Obwohl die ersten Jahre schwer waren, denkt sie gerne daran zurück, wie sie mit offenen Armen in Deutschland willkommen geheißen wurde.

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Nach 30 Jahren treffen sich Retter und Gerettete wieder. Es wird ein Fest, das an die Rettung erinnert, das Wiedersehen feiert und bei dem kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede gefeiert werden.

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Gastgeber des Fests ist Dinh-Tan Vo, einer der Vietnamesen, der vor 30 Jahren von der SONNE gerettet wurde. Er ludt Retter und Gerettete anlässlich des 30. Jubiläums der SONNE Fahrt SO58 zu sich nach Hause ins westfälische Geseke ein. Als Geschäftsführer eines Im- und Export-Unternehmens genießt er hohes Ansehen in der Stadt und ist Mitglied in gleich zwei Schützenvereinen.

Im Festzelt in seinem Garten begrüßt Gastgeber Dinh-Tan Vo seine Gäste. Ehrengäste sind die Stellvertretende Bürgermeisterin von Geseke, Susanne Schulte-Döinghaus, der ehemalige SONNE-Kapitän Martin Kull und die Wissenschaftler und Besatzung der SONNE, die ihn damals aus Seenot gerettet haben.

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Sowohl Retter als auch Gerettete freuen sich sehr über das Wiedersehen nach 30 Jahren. Petra Vo, die Tochter von Herrn Vo, ist nach einer deutschen Krankenschwester benannt, die die Flüchtlinge im Lager auf den Philippinen unterstützte. In einer emotionalen Rede bedankt sie sich bei ihren Rettern:

"Aufgrund der Entscheidung von hilfsbereiten und mutigen Menschen vor 30 Jahren, die ich nicht kannte, wurde mein Leben so stark beeinflusst. Denn dank Ihnen habe ich die Möglichkeit bekommen, in Deutschland aufzuwachsen, eine gute Bildung zu genießen und ein lebenswertes Leben aufzubauen."

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Herr Vo hat seinen Sohn Martin nach dem Kapitän benannt, der ihm das Leben rettete.

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Die Kinder von damals sind heute erwachsen und möchten der deutschen Gesellschaft, die sie großzügig aufgenommen hat, etwas zurückgeben. Viele von ihnen sind Lehrer geworden, so auch Quang Truong Nguyen.

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Kapitän Kull freut sich über jede Gelegenheit, etwas über die Geretteten und ihre Kinder und Enkelkinder zu erfahren.

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Auch für Nhu ist es spannend, zu erfahren, was aus den anderen Geretteten geworden ist. Besonders froh ist sie über die Gelegenheit, dem Kapitän Danke zu sagen.

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Thi Minh Tam Nguyen hat trotz aller Strapazen keine schlechten Erinnerungen an die Flucht aus Vietnam.

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To-Anh Nguyen-Cao bedankt sich in einer bewegenden Rede bei ihren Rettern.

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Kapitän Kull ist beeindruckt von den Lebenswegen der Geretteten und ihrer Kinder.

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Nhu hofft, dass ihr Beispiel anderen Kindern mit Migrationshintergrund Mut macht.

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Der Künstler Lap hält auf seinen Gemälden Impressionen der Rettung fest.

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Gastgeber Dinh-Tan Vo überreicht der Vize-Bürgermeisterin von Geseke, Susanne Schulte-Döinghaus, ein Gemälde von der Seenotrettung, das die Vorhut im Bambuskorb und das hölzerne Fischerboot inmitten des Ozeans zeigt.

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Kapitän Kull ist inzwischen stolzer Besitzer einen ganzen Galerie von Bildern des vietnamesischen Künstlers.

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Nhu und ihre Freundin Eva sind schon seit 18 Jahren Freundinnen. Vor zwei Jahren fanden sie heraus, dass auch Nhu und Evas Ehemann Thien eine ganz besondere Verbindung haben.

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Herr und Frau Steinmann waren als Wissenschaftler auf der Expedition SO58 dabei. Auf dem Abzug sind sie links und in der Mitte an Bord der SONNE zu sehen.

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Der Matrose Eberhard Komm vor 30 Jahre und heute.

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Die Wissenschaftlerin Steinmann und der Matrose Komm begegneten sich vor 30 Jahren auf der SONNE. Im Festzelt in Geseke zeigen sie ein Foto von sich an Deck.

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Am Ende des Fests erwartet die Gäste ein Feuerwerk, mit dem die Boatpeople ihrer Dankbarkeit Ausdruck verleihen und das Wiedersehen mit ihren Rettern feiern.

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Nach einem bewegenden Fest verabschieden sich die Menschen voneinander, deren Lebensgeschichten seit der Seenotrettung im Südchinesischen Meer vor 30 Jahren für immer verbunden sind.

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Damals war die alte SONNE, die 2014 außer Dienst gestellt wurde, das modernste deutsche Forschungsschiff. Es war von 1977 bis 2014 für die deutsche Meeresforschung im Pazifischen und Indischen Ozean im Einsatz. Bis heute schwärmen viele Wissenschaftler und Besatzungsmitglieder von dem zuverlässigen Schiff, das als argentinisches Forschungsschiff AUSTRAL weiterhin für die Wissenschaft im Einsatz ist.

Auch ihre Nachfolgerin, die neue SONNE, erfreut sich großer Beliebtheit bei Forschern auf der ganzen Welt.

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Seit den 1980er Jahren hat sich in der Meeresforschung enorm viel verändert, schildert Martin Kull: Während damals mit recht einfachen Methoden Proben genommen wurden, können Tauchroboter (ROV) heute auf den Meeresboden hinabtauchen und gezielt Gesteinsproben und kleine Meereslebewesen an Bord bringen, um sie zu erforschen.

Der wissenschaftliche Fahrtleiter von damals, Dr. Hermann Kudraß, ist bis heute engagierter Meeresforscher. Auch er ist begeistert ob der enormen technischen Fortschritte: "Was haben wir damals für Zeit damit vertan, einen bestimmten Punkt im Meer wiederzufinden! Wenn mit dem Echolot eine heiße Quelle gefunden war, haben wir oft lange gesucht, um diese Stelle für eine Beprobung wiederzufinden." Heute kann mit modernster Satellitennavigation ein Punkt auf dem offenen Ozean zentimetergenau angesteuert werden.

Die neue SONNE verfügt außerdem über eine Winde mit stahl-armiertem Kabel von zwölf Kilometer Länge - damit könnten die Forscherinnen und Forscher auch den Marianengraben untersuchen - mit einer Tiefe von rund 11.000 Metern die tiefste Stelle der Weltmeere.

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